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Wir wagen wieder Gottesdienst

Die Kanzlerin Angela Merkel hat in der Pressekonferenz am Mittwoch den 6.5.2020 bezüglich der Lockerungen der bislang geltenden Kontaktverbotsregelungen gesagt: „Wir können uns ein Stück Mut leisten, aber wir müssen vorsichtig bleiben“. Seit Anfang Mai ist es den Kirchen wieder erlaubt, Gottesdienste in veränderter Form zu feiern. Unsere Kirchenleitung hat dazu sehr enge Richtlinien herausgegeben und uns als Kirchenvorstand aufgefordert, Schutzkonzepte zu erarbeiten. Dies haben wir getan und wir werden am 10. Mai 2020 zum ersten Mal seit acht Wochen unsere Kirche für einen Gottesdienst wieder öffnen. Es gelten u.a. folgende Regeln:

  • Es gibt einen Sitzplan, der die Abstandsregel berücksichtigt. Ordner*innen helfen Ihnen dabei, Ihren Platz zu finden.
  • Es muss ein Mund/Nasen-Schutz getragen werden.
  • Es wird nicht gesungen.
  • Wir notieren die Kontaktdaten der Gottesdienstbesucher, um Infektionen nachverfolgen zu können.

Öffentliche Bekanntmachung vom 13.3.2020

Aus der Verantwortung gegenüber unserer Gemeinde und der Gesellschaft heraus, hat die Geschäftsführung der Evangelischen Johannesgemeinde Darmstadt am Freitag, den 13.3.2020 beschlossen, bis auf weiteres alle Gottesdienste, Veranstaltungen und Gruppen der Gemeinde auszusetzen. Wir folgen damit der Empfehlung unserer Bundesregierung und unserer Landeskirche.

Diese Entscheidung betrifft inzwischen auch den Betrieb unserer beiden Kinder­tagesstätten im Friedrich-Fröbel-Haus und im Wittenberghaus. Hier gelten die Anweisungen der staatlichen Behörden (Gesundheitsämter) bezüglich der Daseinsfürsorge von öffentlichen Einrichtungen und die der Hessischen Landesregierung. Diese sagen, dass ab Montag, den 16.3.2020 die Einrichtungen bis zum Ende der Osterferien geschlossen bleiben müssen. Gleichzeitig wurde allerdings auch eine Notbetreuung für die Kinder von Funktionsträgern folgender Berufsgruppen beschlossen, um wichtige Infrastrukturen aufrecht zu erhalten: medizinische & pflegerische Berufe, Polizei, Feuerwehr, Richter & Staatsanwälte, Bedienstete des Strafvollzugs, THW und Katastrophenschutz. Dies gilt nur dann, wenn BEIDE Elternteile in diesen Bereichen tätig sind oder ein Elternteil alleinerziehend ist! Sollte dies der Fall sein, erbringen Sie bitte den erforderlichen Nachweis und melden Sie sich in der Kita.

Für seelsorgerliche Gespräche sind unsere Pfarrerin und unser Pfarrer wie bisher telefonisch für Sie zu erreichen.

 

Gemeinsam singen

Jeden abend um 19.00 Uhr lädt die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) alle Menschen ein, gemeinsam „Der Mond ist aufgegangen“ zu singen oder zu musizieren – jeder und jede auf seinem Balkon oder im Garten. Denn Singen verbindet und tut gut. Gleichzeitig läuten bei uns und vielen anderen Kirchen die Glocken zum Tageszeitengebet und der Aktion "Licht der Hoffnung". Darüber hinaus laden wir ein zum "Beten nach der Tagesschau" um 20.20 Uhr. 

Bernhardt Brand-Hofmeister hat für uns EG 482 eingespielt (bitte klicken Sie auf das Bild links) und am Sonnatg wird ab 9:00 Uhr eine Andacht unserer Dekanin Ulrike Schmidt-Hesse auf der Homepage des Dekanats zu finden sein.

 

Beten nach der Tagesschau

Licht der Hoffnung - Wir halten uns fern und sind füreinander da

In diesen Tagen der notwendigen Isolation ist es nicht möglich, gemeinsam Gottesdienst zu feiern. Umso wichtiger ist es, Gemeinschaft im Glauben zu leben. Dies ist auch weiterhin möglich. Um 20.20 Uhr läutet die Gebetsglocke der Johanneskirche – für etwa eine Minute. Wir kennen es vom Vaterunser-Gebet in unseren Gottesdiensten.

Sie läutet um 20.20 Uhr im Jahre 2020. Alle, die unsere Glocke hören, sind eingeladen einen Moment inne zu halten und still oder laut z.B. das Vaterunser zu beten oder ein anderes Gebet zu sprechen für die Überwindung der aktuellen Krise. Wenn Sie möchten, können Sie in dieser Zeit bei sich zu Hause zusätzlich eine Kerze oder eine kleine Lampe als *Licht der Hoffnung* entzünden, sie ans Fenster stellen und sich so mit vielen anderen zu einer Gebetsgemeinschaft verbinden.

Zum Klang der Glocke beten wir in ökumenischer Gemeinschaft für die Menschen im Johannesviertel, in unserer Stadt, in Deutschland, Europa und auf der ganzen Welt. Jeder Haushalt für sich. Beim gemeinsamen Vaterunser wissen wir uns miteinander verbunden und von Gott gehalten. Je mehr Menschen und Gemeinden sich anschließen, desto heller scheint das Licht der Hoffnung – in der Welt, für die Welt. Als Christen tun wir, was wir können: BETEN!

 

Gebet in der Corona Krise (von Johannes Hartl)

Herr, wir bringen Dir alle Erkrankten und bitten um Trost und Heilung.
Sei den Leidenden nahe, besonders den Sterbenden.
Bitte tröste jene, die jetzt trauern.
Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie.
Allen Krankenschwestern und Pflegern Kraft in dieser extremen Belastung.
Den Politikern und Mitarbeitern der Gesundheitsämter Besonnenheit.
Wir beten für alle, die in Panik sind. Alle, die von Angst überwältigt sind.
Um Frieden inmitten des Sturms, um klare Sicht.
Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden haben oder befürchten.
Guter Gott, wir bringen Dir alle, die in Quarantäne sein müssen, sich einsam fühlen, niemanden
umarmen können. Berühre Du Herzen mit Deiner Sanftheit.
Und ja, wir beten, dass diese Epidemie abschwillt, dass die Zahlen zurückgehen, dass Normalität
wieder einkehren kann.
Mach uns dankbar für jeden Tag in Gesundheit.
Lass uns nie vergessen, dass das Leben ein Geschenk ist.
Dass wir irgendwann sterben werden und nicht alles kontrollieren können.
Dass Du allein ewig bist.
Dass im Leben so vieles unwichtig ist, was oft so laut daherkommt.
Mach uns dankbar für so vieles, was wir ohne Krisenzeiten so schnell übersehen.
Wir vertrauen Dir.