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Berichte Kirchenmusik |
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Darmstädter Echo vom 24. November 2000
Zum Lobe Gottes,
zur Freude der Menschen
Bläserkreis der Johannesgemeinde probt für die Adventszeit - Neue musikalische Leiterin
(FvR). Früher gab es in den meisten Kirchengemeinden eine Gruppe von Blechbläsern, die zu hohen Festtagen, feierlichen Umzügen und großen Beerdigungen spielten. Parallel zu den Spielmannszügen, Blasmusiken und Stadtpfeifereien hatten die Kirchen eigene Traditionen entwickelt, die durch die Posaunenchor-Bewegung des vergangenen Jahrhunderts vereinheitlicht wurden. Vor allem in ländlichen Regionen entwickelten sich die weltlichen und die kirchlichen Blechblasmusiken oft in schöner Zusammenarbeit, und es kam häufig vor, dass der erste Trompeter im bierseligen Festzeit gleichzeitig auch erster Trompeter im Posaunenchor war.
Ähnlich war das auch bei der jungen Leiterin des Bläserkreises der Johannesgemeinde. Karin Schiller (26), aus dem Dreißig-Seelen-Dorf Klemmenhof im fränkischen Steigerwald gebürtig, hatte bei der dörflichen Blasmusik die Töne erlernt, die sie später auf einen musikalischen Berufsweg führen sollten. Sie studierte in Saarbrücken und Weimar, legte die Orchesterprüfung ab und hat das künstlerische Diplom im Fach Posaune. In Darmstadt entschloss sie sich zu einem Aufbaustudium und erlernt nun zusätzlich das Spiel der so genannten Hohen Solo-Posaunen. Gleichzeitig leitet sie den Bläserkreis der Johannesgemeine und übt den pädagogischen Umgang mit musikalischen Dingen.
Ernst Witzel (50), Kirchenvorsteher und selbst begeisterter Posaunist, hat 1983 den Bläserkreis gegründet und dafür gesorgt, dass trotz aller personeller Fluktuation die Gruppe erhalten und arbeitsfähig blieb. Nach dem Weggang der Kantorin der Johannesgemeinde leitete er das Ensemble allein, bis er zu Beginn dieses Jahres in Karin Schiller die geeignete Kraft fand, die mit Fleiß und Ehrgeiz die musikalische Leitung übernehmen, konnte.
Witzel ist nun wieder der Organisator, der er zuvor auch war, und kümmert sich um Programm, Proben, Räume und Termine, musikalische Gestaltung von Gottesdiensten, Auftritte in Seniorenheimen und die Schulung des Nachwuchses. "Zum Lobe Gottes und zur Freude der Menschen machen wir diese Musik", sagt Witzel und weist darauf hin, dass der Bläserkreis der Johannesgemeinde demnächst bei seinem schon zur Tradition gewordenen
"Kurrende-Blasen" Advents- und Weihnachtslieder spielt. |
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20 Jahre Bläserkreis in der Johannesgemeinde
Am 29. November 1983 trafen sich im Keller des Gemeindehauses drei Bläser mit Trompete und Posaunen mit dem Ziel, gemeinsam zu musizieren und künftig die Gottesdienste der Johannesgemeinde mitzugestalten.
Da für die meisten Stücke jedoch mindestens vier Stimmen erforderlich sind, waren erste Einsätze denn auch nur mit Unterstützung durch die Bläser des CVJM-Bickenbach möglich, die auch bei der ersten Nachwuchsausbildung behilflich waren. Etwa ab Ende 1984 war der Bläserkreis auch allein einsatzbereit. Er hatte zahlreiche Einsätze vor allem in Gottesdiensten, aber auch bei Platzkonzerten und Laternenfesten, bei Gemeindeveranstaltungen und privaten Feiern, allein und mit anderen Chören. Bis heute sind mit ihm rund 50 Bläserinnen und Bläser über kürzere oder längere Zeit verbunden gewesen.
Was beim Blasen am Zwerchfell von Horst Feig passiert, fühlten hier die Nachwuchsbläser (v.l.)
Michael, Susanne, Karl, Dörte (verdeckt), Christoph und ganz rechts Friedrich.
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Unter der Leitung von Karin Schiller (u. Mitte) spielen heute (v.l.) Hans-Walter, Erich, Ernst, Gabriele, Otfried, Alex K.,
Dirk, Kirsten, Markus, Andrea, Michael - und (nicht im Bild) Alexander N.
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