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Ukraine Mission |
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Suppenküche
Ukraine
Die Beziehung zur Ungarisch-reformierten Kirche in der Ukraine besteht seit 1996. Sie kam zustande durch einen Kontakt zwischen Pfarrer Rolf Gürich und Pfarrerin Eszter Dani, die als Ungarin in der Ungarisch- Reformierten Kirche in der Ukraine arbeitete.
Im Bereich der Karpato-Ukraine, dem westlichsten Zipfel der Ukraine, eine Region im Grenzgebiet zu Ungarn und der zur Slowakei, gibt es eine starke ungarische Minderheit mit evangelisch-reformierter Tradition.
Von 1996 bis 1998 waren Gemeindeglieder unter der Leitung von Jürgen und Bärbel Friebertshäuser dreimal zu Besuchen dort. Viermal war Pfarrerin Dani in unserer Gemeinde, das letzte Mal im März 1998.
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Suppenküche
Ukraine
Unsere Kontakte haben zur Zeit drei lokale Schwerpunkte:
1. In der Stadt Ushgorod, einer Partnerstadt von Darmstadt, betreibt die Ungarisch-Reformierte Gemeinde seit 1997 eine
Suppenküche, die von unserer Gemeinde finanziert wird.
Zum Jahreswechsel 199771998 konnte dort auch an notleidende KZ-Überlebende aus Auschwitz eine Unterstützung überbracht werden, die durch Spenden und Kollekten im Lobpreisgottesdienst zustande gekommen war.
Die Suppenküche ist zwei Mal in der Woche (dienstags und
freitags) geöffnet. Zur Zeit bekommen 60 Personen eine warme
Mahlzeit. 31 Personen wird das Essen nach Hause geliefert. 2. In der Stadt Munkács unterstützen wir die missionarische Arbeit durch verschiedene
Einzelfallhilfen.
Es besteht weiterhin durch unsere finanzielle Abdeckung ein Arbeitsvertrag zwischen der dortigen Ungarisch-Reformierten Kirchengemeinde und einem dortigen Gemeindemitglied, das so bei sozialschwachen Gemeindegliedern kostenlos handwerkliche Reparaturen ausführt. 3. Seit 1997 unterstützen wir eine
Roma-Gemeinde, die ebenfalls zur Ungarisch-Reformierten Kirche gehört, im Ort Nagy Dobron.
Durch eine ungarische Christin ist dort eine ganze Romasiedlung mit ca. 300 Bewohnern zum Glauben gekommen. Da die materielle Situation der Roma im Vergleich zur übrigen Bevölkerung der Ukraine noch schlechter bestellt ist, leisten wir einen regelmäßigen Beitrag zur Versorgung mit
Grundnahrungsmitteln wie Mehl, Zucker, Öl, Waschpulver usw..
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Darmstädter Echo vom Donnerstag, 19. April 2007Warme Mahlzeiten
mit Darmstädter Hilfe
Kirchen: Pfarrer Janos Heder aus Ushgorod besucht mit
seiner Frau die Johannesgemeinde
Eine große Dankbarkeit merkt man Janos Heders Worten an. Endlich
konnte er einmal die „Gesichter dahinter sehen“. Seit zehn Jahren
unterstützt die Evangelische Johannesgemeinde die Suppenküche, die Heder in Ushgorod betreibt. Auf Einladung der Kirchengemeinde hat er
gemeinsam mit seiner Frau Katalin eine Woche in Darmstadt verbracht.
Rolf Gürich, dem 2006 in Ruhestand getretenen Pfarrer der
Johannesgemeinde, war es ein Anliegen, kirchliche Arbeit in der
ukrainischen Partnerstadt von Darmstadt zu unterstützen. „Es gibt
kaum Sozialarbeit in Ushgorod“, sagt Heder. Zuerst hätten
Mitarbeiter seiner protestantischen Gemeinde mit dem Fahrrad Essen
zu Bedürftigen gebracht. „Die Straßen sind schlecht, und im Winter
war das zu beschwerlich“, erzählt der Sechsunddreißigjährige.
Deshalb eröffneten sie eine Suppenküche im Pfarrhaus.
Zweimal in der Woche kochen zwei ehrenamtliche Köchinnen dort in der kleinen Küche
des Pfarrhauses ein warmes Mittagessen. Bis zu 60 Menschen nehmen das Angebot an.
Von 200 Euro Ausgaben im Monat steuere die Johannesgemeinde etwa 80
Prozent bei.
Weil das Gebiet um Ushgorod früher zu Ungarn gehörte, gibt es dort
viele protestantische Gemeinden mit ungarisch-reformierter
Tradition. Zu Heders Gemeinde zählen 550 Mitglieder.
Der ukrainische Pfarrer traf auch mit Stadträtin Monika Lehr
zusammen. Bei dem Gespräch ging es unter anderem um enteignete
Grundstücke der Gemeinde in Ushgorod. Seit Jahren kämpft Heder um
deren Rückgabe. „Der Staat hat Angst vor den Kirchen, besonders wenn
sie Beziehungen ins Ausland haben“, sagt er. So besäßen die
ungarisch-reformierten Protestanten nur ihre Kirche und einen Teil
des Pfarrhauses, in dem Janos Heder mit seiner Frau und zwei Kindern
eine Zwei-Zimmer-Wohnung bewohnt.
Trotz der schwierigen Lage in seiner Heimat wirkt Heder zufrieden. Mit umgerechnet 170 Euro im Monat verdiene er mehr als andere
Pfarrer, weil er noch stellvertretender Bischof sei. Seine Frau
Katalin arbeitet als Katechetin in der Gemeinde. Miete zahlen müssen
sie nicht. Überleben könne man jedoch fast nur, wenn man einen
Garten habe. Für Kleidung reiche das Geld kaum.
Mit vielen ermutigenden Eindrücken sind Janos und Katalin Heder
wieder nach Hause gefahren: „Ich bin froh, eine lebendige
Kirchengemeinde kennen gelernt zu haben“, so der Pfarrer. Denn er
hatte gehört, dass in Deutschland die Kirche „absterbe“.
Rebecca Keller,
19.4.2007
Quelle
www.echo-online.de
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