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Konzeption Mission

Konzeption

Zur Situation
Es ist unübersehbar, daß zunehmend Menschen in unserem Land einen Bezug zum Glauben verloren oder nie gehabt haben. Es spiegelt sich wider in dem seit Jahrzehnten zu beobachtenden kontinuierlichen Anstieg von Kirchenaustritten. Die Mehrheit der Menschen in Deutschland würde sich als kirchlich-distanziert beschreiben. Das ist auch an gesellschaftlichen Veränderungen bemerkbar.
In dieser Situation ist jede Gemeinde, als Teil der Kirche Jesu Christi, verantwortlich, die missionarische Dimension des Glaubens zu einem Schwerpunkt ihrer Gemeindearbeit zu machen. Wir beziehen uns dabei auf den Missionsbefehl Matthäus 28,18 - 20.

Leitsatz
Durch das missionarische Engagement der Johannesgemeinde - aus der Erfahrung der Freude am Glauben - sollen Menschen zum Glauben an Jesus Christus kommen und die Möglichkeit haben, in der Gemeinde als Christen miteinander zu leben und im Glauben zu wachsen.

Ausführungen zum Leitsatz
Wir verstehen die Gemeinde als einen Ort,
zu dem man ein Zugehörigkeitsgefühl und eine Verbindlichkeit entwickeln kann,
an dem man geistlich wachsen kann,
an dem man miteinander beten und Gebet in Anspruch nehmen kann,
an dem man seelsorgerliche Hilfe bekommen kann.
an dem man sich aktiv einbringen und beteiligen kann,

Wir vertreten,
daß Glaube ein Geschenk Gottes ist und nicht in unserer Verfügbarkeit liegt,
daß Glaube ein Angebot zu einer lebendigen Gottesbeziehung ist und der Annahme bedarf,
daß es unterschiedliche Ausprägungen des christlichen Glaubens gibt,
daß Glaube seinem Wesen nach dynamisch ist und auch wachsen kann,
daß in einer Gemeinde, die missionarisch aktiv ist, in der Regel die Beteiligung von Gemeindegliedern am Gemeindeleben zunimmt,
daß sich bestehende Strukturen einer Gemeinde verändern können.

Dies soll in einer Art und Weise geschehen,
daß es unserer Kultur entspricht,
daß sich bei gleichem Inhalt unterschiedliche Menschen durch unterschiedliche Angebote angesprochen fühlen,
daß sich kirchlich-distanzierte Menschen angenommen fühlen,
daß wir mit modernen Kommunikationsformen und -mitteln arbeiten.

Vorgaben 
Das missionarische Konzept setzt missionarische Aktivitäten in der Gemeindearbeit voraus. Es soll weiteren Entwicklungen einen Rahmen geben.

Die missionarische Arbeit versteht sich als ein Bereich im Gesamtrahmen der Gemeindearbeit. Sie entwickelt besondere Arbeitsformen, die das missionarische Anliegen unterstützen und fördern. Wir gehen davon aus, daß auch in den anderen Arbeitsgebieten der Gemeinde missionarische Aspekte impliziert sind.

In den vergangenen 20 Jahren hat sich in der Gemeinde ein Schwerpunkt gebildet, der als missionarisch-charismatisch zu beschreiben ist. Er ist angelehnt an die Arbeit der Geistlichen Gemeinde-Erneuerung in der Ev. Kirche (GGE). Im Rahmen seiner Entwicklung sind Formen der Gemeindearbeit entstanden, die mit charismatischer Akzentsetzung das missionarische Anliegen aufnehmen.

Missionarische Angebote sind so zu gestalten, daß durch sie die Entscheidungsfreiheit des Einzelnen gewahrt bleibt. Dies geschieht dadurch, daß wir unsere Mitmenschen als von Gott geschaffene Persönlichkeiten ansehen und ihnen mit Achtung begegnen.

Mission bezieht sich zum einen auf Angebote der Gemeinde in ihrem Umfeld und schließt zum anderen die Förderung und Unterstützung von Weltmission mit ein.

Das missionarische Anliegen hat generell kirchlich-distanzierte Menschen im Blick. Die missionarische Angebote werden sich gemäß der vorhandenen Kräfte und Möglichkeiten auf bestimmte Zielgruppen ausrichten.

Bestehende Arbeitsformen missionarischer Arbeit
Die bestehenden missionarischen Angebote der Gemeinde haben zum Großteil sowohl missionarischen als auch gemeinschaftsbildenden Charakter.

Zur Unterstützung missionarischer Arbeit haben 1993 Kirchenvorsteher der Gemeinde den Verein zur Unterstützung missionarischer Arbeit in der Ev. Johannesgemeinde, Darmstadt e.V. gegründet.

Der Lobpreisgottesdienst versteht sich als Gottesdienst mit Lobpreis- und Zeugnischarakter. Er hat zudem eine seelsorgerliche Dimension.

Die Hauskreisarbeit hat sich zu einem wachsenden Arbeitsbereich entwickelt. Die Leitung erfolgt im Rahmen der Gemeindearbeit durch eine von dem Missionarischen Unterstützungsverein angestellte Mitarbeiterin.

Die Kinder- und Jugendarbeit versucht Kindern und Jugendlichen eine Heimat in der Gemeinde zu geben und altersentsprechend ihren Glauben zu fördern.

Die Alphakurse geben einen Einstieg in die Grundlagen des christlichen Glaubens. Sie verstehen sich zugleich als eine praktische Einführung ins Christsein.

Das Gemeindecafé Wittenberg ist mit dem monatlichen Brunch ein Ort der Kommunikation, zu dem man Freunde und Bekannte in die Gemeinde mitbringen kann.

Mit der Aussendung von zwei Familien aus der Gemeinde als Missionare unterstützen und fördern wir den Aufbau eines Geistlichen Zentrums in Juliaca im Hochland von Peru.

Wir unterstützen verschiedene diakonisch-missionarische Projekte im Rahmen der Ungarisch-Reformierten Kirche der Karpato-Ukraine.

Es bestehen Kontakte zu dem messianischen Straßenmissionar Jakob Damkani und seinem Missionswerk Posaune Israels, Tel-Aviv /Israel.

Dieses Konzept wurde am 19. November 1999 vom Kirchenvorstand der Johannesgemeinde beschlossen. Es soll weiter vertieft und entwickelt werden.

Für den Kirchenvorstand: Rolf Gürich, Pfarrer
Darmstadt, den 19. November 1999


 

 

 

Herzlich willkommen!

10:30 Uhr Gottesdienst
19:30 Uhr Lobpreisgottesdienst
(14täglich)
jeweils sonntags in der Johanneskirche Liebigstrasse
Wegbeschreibung

Ev. Johannesgemeinde Darmstadt
Kahlertstr. 26, 64293 Darmstadt
Mo - Fr 9:00 - 12:00 Uhr
Telefon (06151) 2 17 53
Fax (06151) 136 18 31
Email Kontakte

 
   

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