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Lebensfragen

Hier finden Sie Erklärungen zu verschiedenen Themen – zum einen von der praktischen Seite her (was muss ich tun, wenn ich mich trauen lassen will ) aber auch von der geistlichen Bedeutung her. Wir erleben sehr viel Unsicherheit und Halbwissen, wenn es um diese Themen geht, besonders dann, wenn Menschen zwar Kirchenmitglieder sind, aber dennoch wenig Berührung mit der Kirche haben. Daher haben wir diese Texte zusammen gestellt.

Wichtige  Abschnitte im Leben eines Menschen werden auf besondere Weise von der Kirche begleitet. Bei der Geburt eines Kindes, beim Erwachsenwerden in der Pubertät, beim Eingehen einer Partnerschaft, beim Tod eines lieben Menschen.

Taufe

In der evangelischen Tauftradition werden Taufen an Kindern oder an Jugendlichen bzw. Erwachsenen vorgenommen. Gemäß dem Alter des Täuflings verbinden sich unterschiedliche Gedanken mit der Taufhandlung. Für alle gilt: Gott bietet uns Vergebung unserer Sünden und ewige Gemeinschaft mit ihm an. Mit dem Empfang der Taufe drücken wir unseren Wunsch aus, zu Gott zu gehören. Im Kleinkindalter sind es die Eltern die ihr Kind bewusst der gnädigen Fürsorge Gottes anvertrauen möchten. Sie versprechen zusammen mit den Paten, dass sie dem Kind das Christsein vorleben wollen und es unterstützen, einen eigenen Glauben an Gott zu entwickeln, sodass es seine Zugehörigkeit zu Gott eines Tages in der Konfirmation bestätigen kann.

Wer sich als Erwachsener taufen lässt, hat bereits selbst entdeckt, was es bedeutet, Gott zu kennen. Mit der Taufe wird das bewusste Bekenntnis abgelegt, dass der Täufling zu Gott gehört und sein Leben vom Glauben an Gott leiten lassen will. Weitere Informationen erhalten Sie in der Broschüre "Die Taufe- eine Verbindung, die trägt", die Sie hier herunterladen können.

Wenn Sie Ihr Kind taufen lassen wollen, melden  Sie sich  bitte  in unserem  Gemeindebüro. Hier können Sie das Formular zur Anmeldung der Taufe herunterladen. 

Konfirmation

Die Konfirmation ist ein bewusstes Bekenntnis eines religionsmündigen jungen Menschen zum christlichen Glauben. Von der Wortbedeutung her ist mit der Konfirmation eine Bestätigung gemeint. Das, was in der Taufe persönlich oder stellvertretend von Eltern und Paten bekannt wurde, soll nun durch das eigene Bekenntnis bestätigt werden. Der Konfirmation, die im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes begangen wird geht ein mehrmonatiger Unterricht voraus, den die Konfirmandinnen und Konfirmanden verbindlich besuchen. Hier lernen Sie die Grundlagen des christlichen Glaubens kennen und werden herausgefordert, Stellung zu beziehen. Für Jugendliche die nicht als Kind getauft wurden, wird die Taufe in einem Gottesdienst im Laufe der Konfirmandenzeit angeboten.

Wenn Ihr Kind konfirmiert werden soll, melden  Sie sich  bitte  in unserem  Gemeindebüro. Hier können Sie das Formular zur Anmeldung zur Konfirmation herunterladen.

 

Abendmahl

Jeden ersten Sonntag und an hohen Festtagen feiern wir miteinander das Abendmahl. In der Regel bieten wir dazu eine Oblate (Hostie) und einen Schluck Weißwein aus dem Gemeinschaftskelch an. Grundsätzlich sind von unserer Seite aus alle Gottesdienstbesucher zum Abendmahl eingeladen. Wir versammeln uns in einem großen Kreis um den Altar.  

 

Patenamt

Paten haben ein ganz besondere Aufgabe: Sie sind Vorbild im Glauben und sollen von ihrem Patenkind zu Fragen des Glaubens ansprechbar sein. Darüber hinaus versprechen sie, für das Patenkind zu beten, damit es Gott eines Tages persönlich kennen lernt. Sicher ist es wünschenswert, wenn Paten in besonderen Notsituationen für ihre Patenkinder da sind. Vor allem aber sollen Paten erwachsene Freunde für ihr Patenkind sein, (mit denen man z.B. auch mal über die Eltern reden kann :-) ). Das Versprechen, das Sorgerecht für die Patenkinder zu übernehmen, sollte den Eltern etwas zustoßen, ist jedoch keine mit dem Taufpatenamt verbundene Verpflichtung.

Trauung

Die evangelische Trauung besteht im Grunde genommen aus zwei Teilen. Voraussetzung ist die Feier der vorangegangenen standesamtlichen Eheschließung als erstem Teil und dann der in der Kirche stattfindende zweite Teil in Form des Zuspruchs von Gottes Segen an das Paar innerhalb eines Gottesdienstes. Streng genommen wird also nach evangelischem Verständnis  die Ehe nicht in der Kirche geschlossen, sondern auf dem Standesamt. In der Kirche stellt das Brautpaar seinen gemeinsamen Lebensweg unter Gottes Segen und bittet um Gottes Beistand. Grundsätzlich müssen beide Ehepartner Christen sein. Ist nur einer der beiden Ehepartner Mitglied in der evangelischen Kirche, so ist statt einer evangelischen Trauung ein „Gottesdienst anlässlich einer Eheschließung“ möglich.

In der Regel findet die kirchliche Trauung in der Wohnortgemeinde des Ehemannes oder der Ehefrau statt. Soll sie an einem anderen Ort vollzogen werden, müssen die Brautleute dafür die Erlaubnis ihres Heimatpfarramtes einholen (Dimissoriale – Entlassschreiben).

Es ist möglich, so viele Trauzeugen oder Trauzeuginnen zu bestellen, wie man wünscht. Eine Pflicht dazu besteht nicht mehr. Hier können Sie das Formular zur Anmeldung zur Trauung herunterladen. Weitere Informationen erhalten Sie in der Broschüre "Kirchliche Trauung - Ja Sagen mit Gottes Segen", die Sie hier herunterladen können.

 

Bestattung

Die Erfahrung des Sterbens ist Teil des Lebens. Bei der kirchlichen Bestattung geleitet die Gemeinde ihre verstorbenen Glieder zur letzten Ruhe und befiehlt sie der Gnade Gottes. Die Gemeinde begleitet die Sterbenden und trauert mit den Hinterbliebenen.

In der Regel übernimmt ein benachrichtigtes Bestattungsunternehmen die Erledigung der Formalitäten (Todesanzeige, Versicherung, usw.) und benachrichtigt auch den Pfarrer oder die Pfarrerin. Diese nehmen dann Kontakt zu den Angehörigen auf, um einen Termin für ein Trauergespräch zu vereinbaren.

Das Trauergespräch dient zum einen der seelsorgerlichen Begleitung der Trauernden, zum anderen zu einem Gespräch über den Verstorbenen, sein Leben und was für ein Mensch er gewesen ist. In dem Gespräch wird abgestimmt, wann und in welcher Form die Trauerfeier und die kirchliche Bestattung erfolgen soll.

Die kirchliche Bestattung ist eine gottesdienstliche Handlung. Der eigentlichen Bestattung geht in der Regel eine Trauerfeier voraus, die Raum und Zeit bietet, gemeinsam Abschied von dem Verstorbenen zu nehmen und ihn oder sie zur “letzten Ruhe” zu geleiten.

In der Ansprache spricht der Pfarrer oder die Pfarrerin über das Leben des Verstorbenen, aber auch über die christliche Hoffnung, die mit dem Tod verbunden ist.

Gibt es eine Erdbestattung, findet in der Regel direkt im Anschluss an die Trauerfeier die Beisetzung auf einem Friedhof statt, wobei der Pfarrer/die Pfarrerin noch einen Segen spricht. Bei einer Feuerbestattung findet die Beisetzung der Urne später statt. Auch diese kann durch einen Pfarrer/eine Pfarrerin begleitet werden. Die meisten Bestattungen der Johannesgemeinde finden auf dem Darmstädter Wald- oder dem Alten Friedhof statt. Hier können Sie das Formular zur Anmeldung einer Bestattung herunterladen. Weitere Informationen zur Gestaltung einer Trauerfeier erhalten Sie in der Broschüre "Die Bestattung: Ein Abschied, der zum Leben gehört.", die Sie hier herunterladen können.

 

Kirchensteuer

In Deutschland arbeiten Staat und Kirche traditionell sehr eng zusammen. Viele Kirchen und Religionsgemeinschaften übernehmen systematisch Aufgaben, die der Staat an sie delegiert hat. So zum Beispiel in diakonischen Einrichtungen wie Kindergärten, Seniorenheime und Beratungsstellen oder in Krankenhäusern und Schulen. Als Träger dieser Einrichtungen erhalten die Kirchen zur Erfüllung ihrer Aufgaben einen finanziellen Ausgleich vom Staat.

Darüber hinaus bietet der Staat den Kirchen an, die Mitgliedsbeiträge ihrer Mitglieder für die Kirche einzusammeln. Dies geschieht über die sog. Kirchensteuer. Für diese Dienstleistung erhält der Staat von den Kirchen eine Bezahlung.

Kirchensteuer wird somit nur von den freiwilligen Mitgliedern der Kirchen bezahlt und besteht aus einem festgesetzten Prozentsatz des Einkommens eines Mitglieds bzw. Haushalts. So zahlen steuerlich gemeinsam veranlage Ehepaare einen Kirchensteuerbeitrag auf Basis ihres gemeinsamen Gesamteinkommens, auch wenn nur ein Partner Mitglied der Kirche ist.

Die gesamten Kirchensteuereinnahmen einer Landeskirche – in Darmstadt ist es die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau  - werden nach einem komplexen Verteilschlüssel an die einzelnen Kirchengemeinden weitergegeben. Davon unterhalten die Gemeinden u.a. ihre Kirchen und Gemeindehäuser, finanzieren Hausmeister, Organist und Sekretariat und gestalten ihre individuelle Gemeindearbeit.

Kirchenein- und austritt

Sie wollen in die Evangelische Kirche (wieder-) eintreten oder übertreten?

Wenn Sie bereits getauft sind und einer anderen christlichen Konfession angehören oder einmal angehört haben oder wenn Sie Mitglied der Evangelischen Kirche waren und nun wieder eintreten möchten, dann finden Sie hier das Eintrittsformular. Drucken Sie es sich bitte aus und geben es ausgefüllt in unserem Gemeindebüro ab. Wir freuen uns auf Sie.

Wenn Sie in die Evangelische Kirche eintreten möchten und Sie sind bisher nicht getauft, dann vereinbaren Sie bitte mit einer unserer Pfarrer/innen einen Termin, um sich informieren und beraten zu lassen. Alternativ können Sie auch im Kirchenladen des Dekanats in der Rheinstraße 31 dieses Gespräch führen und in die Kirche eintreten. Sie werden dann von dort direkt an uns gemeldet.

Sie wollen sich in unsere Gemeinde ummelden?

Sie wohnen nicht im Gemeindegebiet, möchten aber trotzdem zu dieser Kirchengemeinde gehören? Hier finden Sie die Gemeinde-Umgemeindungsanmeldung. Drucken Sie das Formular bitte aus und geben es ausgefüllt in unserem Gemeindebüro ab. Wir freuen uns auf Sie.

Ich wohne hier, sollte ich ummelden?

Wenn Sie hier in unserem Gemeindegebiet wohnen und als evangelische/r Kirchensteuerzahler/in gemeldet sind, werden Sie von den Kirchenämtern gewöhnlich ohne Ihre aktive Anmeldung unserer Gemeinde zugeordnet. Es kann jedoch nichts schaden, im Gemeindebüro nachzufragen, ob das auch wirklich funktioniert hat. Dort erfahren Sie im Zweifel auch, ob Ihr Wohnort zu unserem Gemeindegebiet gehört.

Warum sollte ich mich in der Gemeinde anmelden?

Es gibt mindestens drei gute Gründe sich „seine” Gemeinde zu wählen: Durch Ihre Anmeldung steuern Sie, welcher Gemeinde anteilig ein Teil Ihrer Kirchensteuern zugeteilt wird. Als Mitglied der Gemeinde können wir Sie leichter persönlich informieren oder besuchen, wenn Ihre Adresse in der Gemeindekartei steht. Und: Nur in der Gemeinde, in der Sie gemeldet sind, haben Sie das Wahlrecht bei der Wahl zum Kirchenvorstand.

Sind die „Angebote” der Gemeinde nur für Mitglieder?

Alle unsere Veranstaltungen, Gottesdienste, Konzerte, Chöre, Orchester etc. sind öffentlich. Auch wenn Sie nicht Mitglied unserer Kirchengemeinde sind, laden wir Sie genauso wie jedes Gemeindemitglied herzlich ein, teilzunehmen und auch sonst am Gemeindeleben teil zu haben.

Wie kann ich aus der evangelischen Kirche austreten?

Um aus der Kirche auszutreten, müssen Sie zu dem für Ihren Wohnsitz zuständigen Amtsgericht gehen und dort den Austritt erklären. Es wird eine Gebühr in Höhe von 30 Euro erhoben.

Ein Kirchenaustritt ändert nichts an der Gültigkeit Ihrer Taufe. Sie können daher jederzeit wieder in unsere Kirche eintreten.

Sollten Sie einen Austritt aus Gründen der Kirchensteuer erwägen, so bedenken Sie bitte, dass die Kirchensteuer nur 9 % Ihrer Einkommensteuer (nicht Ihres Einkommens) beträgt. Mit diesem Geld finanzieren Sie soziale Dienste wie Seelsorge, Flüchtlingsarbeit, diakonische Angebote mit.

Wenn Sie unzufrieden sind mit der Kirche, unserer Gemeinde, Ihren Pfarrer/innen, sprechen Sie uns an, kritisieren Sie uns, diskutieren Sie mit uns. Wir möchten Sie nicht verlieren!

Segen

Unser deutsches Wort SEGEN kommt vom lateinischen SIGNUM, was "Zeichen" bedeutet. Daher wird auch beim Segnen das Kreuz mit den Händen "geschlagen".Die wörtliche Übersetzung des hebräischen Wortes (baruch) für Segen oder segnen ist: "mit heilvoller Kraft" begaben. Am Ende unserer Gottesdienste wird in der Regel der Aaronitische Segen (Ex 6,24-26) der Gemeinde zugesagt wird (Der Herr segne dich und behüte dich...). Bei verschiedenen Anlässen bieten wir ein persönliches Segensgebet an.

Seelsorge

Jeder Mensch durchäuft im Laufe seines Lebens belastende Situationen – Krankheiten, Ängste, Tod und persönliches Leid gehören zu unserem Alltag. Oft sehen wir alleine nicht, wie wir eine bestimmte Situation bewältigen können. Da hilft es, sich einem Pfarrer oder einer Pfarrerin oder einem erfahrenen Christen anzuvertrauen und die den Blick von außen auf die eigenen Situation zu zu lassen. Seelsorgerliche Betreuung kann einen längeren oder kürzeren Zeitraum umfassen. Manchmal hilft auch schon ein intensives gemeinsames Gebet, um neue Kraft zu bekommen und neue Schritte zu gehen.

Beichte

Die Bibel lehrt uns, dass kein Mensch frei von persönlicher Schuld ist. Sie lehrt aber auch, dass Gott allen Menschen Vergebung ihrer Sünden anbietet, wenn sie sie ernsthaft bereuen. Unsere Reue können wir vor Gott im persönlichen Gebet ausdrücken, denn kein Mensch muss von unseren Fehlern wissen, damit sie von Gott vergeben werden können. Oft kann es uns jedoch helfen, das Belastende laut vor einer Person unseres Vertrauens auszusprechen. Diese Person kann ein Pfarrer oder eine Pfarrerin oder auch jede andere gläubige Person sein. Von dieser Person darf Vergebung der Sünde zugesprochen werden, denn diese Vergebung spricht Gott selbst jedem Menschen zu. So ist es nicht etwa der Pfarrer oder Beichtvater, der Sünde vergibt, sondern er ruft nur das tröstend in Erinnerung, was die Bibel dazu lehrt. Beichte ist auch ein wichtiger Teil unserer Gottesdienstliturgie. Jeden Sonntag neu dürfen wir uns unsere Sünden vergeben lassen und uns von ihm Vergebung zusprechen lassen, die uns ermutigt, unser Verhalten zu ändern.

Liturgie

Kommt von dem griechischen Wort LEITURGIA und heißt so viel wie "Ordnung". Gemeint ist damit die Ordnung und der Ablauf eines Gottesdienstes. In der Kirchengeschichte haben sich verschiedene Formen entwickelt. In der Johanneskirche halten wir uns an die sogenannte FORM B, die in der evangelischen Kirche üblich ist, die wir jedoch um eine Lesung gekürzt haben. Neben der Kirchenmusik, stehen Gebete, Bibeltexte und die Predigt im Mittelpunkt unserer Liturgie.

Gebet

 

Unser Wort "Gebet" kommt vom Verb bitten und bezeichnet die zentrale Glaubenspraxis des Christentums mit Gott in verbaler Form mittels freier oder vorformulierter Texte oder nonverbal durch stille Meditation in Verbindung zu treten. Unter diesem Überbegriff werden die verschiedenen Formen des Gebets zusammengefasst. Schon in der Bibel finden wir die Danksagung, die Klage, die Bitte und Fürbitte und den Lobpreis.

Danksagung

Danken ist das Mindestmaß an Höflichkeit im täglichen Miteinander. Dasselbe gilt besonders in Bezug auf Gott. Wir sind schnell dabei zu fordern und einzuklagen. Doch oft vergessen wir zu danken. Dabei hat sicher jeder einen Grund in jeder Lebenslage, dankbar zu sein. So zum Beispiel für das Wunder des eigenen Lebens, das sich täglich in so vielfältiger Weise erfahren lässt. Und wir werden merken, dass wir unser Leben ganz neu schätzen lernen. Und vielleicht werden wir ein Gespür dafür entwickeln, was Gott meinte, als er bei der Schöpfung unserer Erde immer wieder sagte: "Siehe, es war sehr gut!"

Klage

Teil eines aktiven Glaubenslebens ist auch die Klage. Da das Leben nicht nur aus guter Laune und Sonnenschein besteht, ist auch unsere Beziehung zu Gott nicht immer nur durch Lob und Dank geprägt, sondern manchmal eben auch durch Fragen und Klagen. Es kann gut tun, dies im Gebet offen auszusprechen.

Vielleicht erscheint es uns unangemessen, Gott auszuschimpfen. Aber Gott kennt unser Herz und hat gerade dann ein Ohr für uns, wenn uns etwas schwer auf der Seele drückt. Unsere Sorgen und Nöte mögen aus Gottes Perspektive vielleicht unbedeutend erscheinen, aber dennoch ist unser Klagen berechtigt, wie uns das Buch Hiob und viele Klage-Psalmen belegen.

 

Fürbitte

Die Bibel fordert uns auf, uns im Gebet für die Anliegen anderer Menschen einzusetzen. Wir sind davon überzeugt, dass Gott auf Gebet reagiert, dass ER möchte, dass wir uns ins Gespräch mit ihm über diese Anliegen begeben. Gleichzeitig ist die Fürbitte auch Ausdruck unserer Gemeinschaft als Christinnen und Christen. Wenn wir einander mitteilen, was uns bewegt und wo wir uns Gottes Eingreifen wünschen, entsteht eine besondere geistliche Verbindung untereinander. Die Anliegen der Fürbitte können sehr persönlich sein, genauso aber auch die Kirche weltweit oder die politische Situation in unserem eigenen Land betreffen. Fürbitte ist ein wichtiger Bestandteil des Gottesdienstes, aber in auch in unseren Hauskreisen und Kleingruppen kommt das gemeinsame laute ausgesprochene Gebet für die Anliegen, die einzelnen wichtig geworden sind, vor.