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Johannesplatz | Geschichte

Initiative Johannesplatz mit eigener Homepage

Hallo liebe Johannesviertler und Interessierte am Projekt Johannesplatz!
ein kleiner Schritt für die Menschheit aber ein großer Schritt für uns:
Ab heute dem 21.08.08 ist unsere eigene Website online!

www.johannesplatz-darmstadt.de

Nach langer Vorarbeit können wir nun die Öffentlichkeit über alle Informationen rund um den Platz und die Initiative informieren. So sind auf der Website neben den vorläufigen Gestaltungsplänen auch Infos rund um bisherige und zukünftige Veranstaltungen sowie Geschichtliches zum Viertel zu finden.
Wir hoffen, dass hier jeder etwas Interessantes und Informatives finden wird und somit seinen Blick auf des Viertel und den Johannesplatz etwas bereichern kann.
Wir wünschen Euch alles Gute und viel Spaß beim Stöbern auf unseren Seiten!
Anregungen und Kritik (natürlich auch Lob) bitte an:
mail@johannesplatz-darmstadt.de

Für die Initiative Johannesplatz
Dittmar Apel


P.S.: Als nächster Schritt ist ein wöchentlicher Bauernmarkt (wahrscheinlich Samstags) angedacht. Wer selbst daran teilnehmen will oder etwaige Anbieter von regionalen Produkten, wie Gemüse, Brot, Wurst- und Käseprodukten kennt, möchte sich bitte mit uns in Verbindung setzen!


Darmstädter Echo vom 12. Juni 2008

Plötzlich ein Ort zum Verweilen

Johannesplatz: Die ungepflegten Büsche sind weg – Umgestaltung mit Rollrasen, Sandkiste und Wipp-Tierchen

Der Vorplatz der Johanneskirche wirkt jetzt aufgeräumt und freundlich. Wo zuletzt immer wilder wuchernde Büsche zum Schmuddelimage beigetragen haben und Anwohner ausschließlich beim Gang zu den nahen Glascontainern vorbei kamen, locken nun gepflegte Rasenflächen und aufgeräumte Beete zum Verweilen – dank des Einsatzes der Auszubildenden beim städtischen Grünflächen- und Umweltamt.
Sie haben seit Ostern immer wieder am Johannesplatz angepackt, Büsche entfernt oder gelichtet, Rollrasen gepflanzt und Beete mit Ziergewächsen angelegt. Ein früheres Brunnenbecken wurde zur Sandkiste umfunktioniert und die Sitzmauern ringsherum haben neue Holzbretter bekommen.

Und so dankte Umweltdezernent Klaus Feuchtinger (Grüne) gestern bei der feierlichen Eröffnung der umgestalteten Südspitze vor allem den Lehrlingen: René Ebenebe-Dascher, Tim Mathes, Robert Mehm, Thorsten Röth, Felix Schlappner, Laura Schwentke und Patrick David.

Ohne sie wäre die erste Etappe der Umgestaltung nicht so günstig machbar gewesen, sagte Feuchtinger – dass die Stadt ausbilde, sei daher ein wichtiges Modell. Die Gesamtkosten der Umgestaltungs-Arbeiten, die einen Bereich von 480 Quadratmeter umfassten, gab die Stadt mit 12 000 Euro an.

Ein Kleinkind mit großer Sonnenbrille schaukelte während des Sektempfangs mit Pfarrer Gerhard Schnitzspahn schon auf den neuen Wipp-Tierchen, sie locken am Rand des Platzes auch zum Igelritt. „Ich freue mich, dass der kleine Spielplatz sofort so angenommen wird“, sagte Doris Fath, Leiterin des Grünflächenamts.

Das beobachten auch Rudolf Erb und Waltraud Heims von der Initiative Johannesplatz mit Freude. Der bestehende Spielplatz im „Schattenloch“ nördlich der Kirche sei immer weniger angenommen worden und verkommen, sagt Erb. Anwohner hatten sich in der Initiative zusammengetan und mit Vertretern der Gemeinde selbst Vorschläge zur Umgestaltung erarbeitet.

Die Umgestaltung der Südspitze lobte Feuchtinger gestern als gelungenes Gemeinschaftsprojekt. Auch in die Planung der nächsten Schritte sollten Anwohner und die Initiative einbezogen werden. Diskussionen waren um einen Feuerahorn an der Südspitze des Platzes entstanden: Einige Anwohner und Kirchenvertreter hatten sich von dort einen freien Blick auf die Kirche gewünscht. Sie argumentierten mit der Wiederherstellung des historischen Zustands. „Der Ahorn bleibt stehen“, sagte Doris Fath gestern deutlich.

Waltraud Heims von der Initiative würde sich im nächsten Schritt vor allem über eine freundlichere Lösung im nahen Verkehrsraum freuen: Parkplätze für Autos und Räder und Altglascontainer teilen sich den weiterhin wild anmutenden Raum nahe der Schulinsel von Eleonorenschule und Justus-Liebig-Schule. „Mir liegt die Restaurierung des Mosaikwegs am Herzen“, sagte Stadtrat Feuchtinger, der vor seiner Politik-Karriere an der Eleonorenschule als Kunstlehrer arbeitete. Der an vielen Stellen notdürftig geflickte Weg führte einst rund um die Kirche.

Quelle www.echo-online.de


Darmstädter Echo vom 12. Juni 2008

„Sehr angenehm, weil es übersichtlich ist“

ECHO-Umfrage: Die Umgestaltung des Johannesplatzes kommt gut an – Geteilte Meinungen zum Spielplatz

Der Johannesplatz wurde im Frühjahr teilweise umgestaltet. Auszubildende des städtischen Gartenamts entfernten das Gestrüpp und legten Rasen an. Das seit Jahrzehnten trockene kleine Brunnenbecken wurde mit Sand gefüllt und auf dem Rasen grasen jetzt drei bunte Schaukeltiere für Kinder. Das ECHO hat nachgefragt, wie Bürgern die Umgestaltung gefällt.
Rudolf Erb, Vorsitzender der Initiative Johannesplatz: „Der Platz wird jetzt mehr frequentiert. Es sind jetzt sehr viele Mütter mit ihren Kindern da. Die ganze Nachbarschaft freut sich, dass hier Leben reingekommen ist.“

Margrit Horneff: „Mir gefällt es gut. Es ist offener. Den Baum an der Südspitze würde ich stehen lassen. Es fehlt sonst ein Abschluss, ohne den alles so in die Straße fließen würde.“

Nevia Spadic: „Ich komme jeden Tag mit meiner Tochter hier vorbei, wenn wir zum Kindergarten gehen. Als wir gesehen haben, dass da was gemacht wird, waren wir begeistert. Den alten Spielplatz haben wir nicht genutzt. Da sind teilweise ganz komische Leute und es ist nicht immer sauber.“

Ein junger Mann ist überrascht: „Mir ist das jetzt gar nicht so aufgefallen, aber ich wohne auch erst ein halbes Jahr hier. Die improvisierte Sandkiste im Brunnen finde ich peinlich. Da hätte man gleich was richtiges bauen können.“

Surekha Misra, Wirtin der Gaststätte „Riwwelmaddes“ am Johannesplatz: „Ganz kurz: Mir gefällt’s. 20 Jahre habe ich beobachten können, wie der Platz verfällt. Ich freue mich, dass 15 Monate nach dem ersten Treffen der Bürgerinitiative etwas entstanden ist.“

Hansjörg Best: „Ich bin positiv überrascht. Mir hätte es nicht gefallen, wenn sie die Bäume geschnitten hätten. Die Sichtachse ist etwas für die hehre Lehre. Bleibt nur zu hoffen, dass nicht die Hundebesitzer den Platz für sich entdecken.“

Wilhelm Steinbrecher: „Das ist sehr angenehm, weil es übersichtlich ist. Durch die Weite kommen ganze Familien mit Kindern wieder her. Und die Eltern achten darauf, dass die Hunde hier nicht spielen.“ Er sieht noch Verbesserungsbedarf: „Das Gebüsch rechts und links der Kirche wird noch als Urinal benutzt. Da sollte als nächstes etwas passieren.“

Nathalie Dürr: „Ich wäre vorher mit meinem Kind sicher nicht hierher gegangen. Der Sand ist super, die Hoppeltiere sind super. Für Mütter könnte es natürlich immer noch etwas mehr sein.“

Katrin Berck, Pfarrvikarin der Johannesgemeinde: „Ich bin begeistert. Toll ist, dass man mit wenig Mitteln so viel erreichen kann. Es hat sich viel verändert, aber es gibt noch viel zu verändern.“

Quelle www.echo-online.de


Darmstädter Echo vom 9. Juni 2008

Ort für alle Generationen

Dekanatssynode: Pfarrer Schnitzspahn zum Wandel des Johannesplatzes

„Lebensraum und Kirchenraum verbinden sich.“ Das ist die Vorstellung von Pfarrer Dr. Gerhard Schnitzspahn. Bei der Tagung der evangelischen Dekanatssynode am Freitag stellte er vor, welche Entwicklung der Johannesplatz in den letzten Monaten genommen hat und wie es weitergehen soll.
Bis vor nicht langer Zeit war der Platz um die Johanneskirche geprägt von hässlichen Containern, einem kaputten Brunnen und zerstörtem Pflastermosaik, von Gestrüpp und Disteln. Es entstand die Initiative Johannesplatz, ein Zusammenschluss zunächst aus Anliegern und Bürgern des Viertels, die inzwischen einen Verein gegründet haben, in dem auch Kirchenvorstandsmitglieder und Gemeindemitglieder des Johannesgemeinde gemeinsam aktiv sind.

Den Auftakt dazu bildete das Konzert mit Fernando del Valle im September 2007 unter Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Walter Hoffmann. Es folgten Advents- und Ostermarkt. Immer näher kam man der Verwirklichung einer Vision, dass dieser Platz das Zentrum des Gemeinwesens des Viertels sein könnte, belebt von Alten und Jungen und vor allem von Kindern. Es gab zwar einen Spielplatz, aber dieser war marode und ist inzwischen abgeräumt worden, weil die Spielgeräte nicht mehr verkehrssicher waren.

Die Kinder hinter der Kirche in die Ecke, ins Abseits – oder eine kinder- und familienfreundliche Gemeinde? Das Engagement für die Kleinen habe ebenso zentral die Eltern, ältere Geschwister und Großeltern, also alle Generationen, im Blick, sagte Pfarrer Schnitzspahn. „Wenn diese Menschen sich von der Gestaltung des Platzes angesprochen fühlen, ist die Schwelle nicht mehr so hoch, in die Kirche einzutreten und sich inhaltlich mit unserem Anliegen, der Verkündigung des Evangeliums, auseinanderzusetzen.“ Der Platz ist für den Pfarrer eine Visitenkarte, ein Wegweiser in die Kirche. „Und wir haben mehr zu bieten als nur einen Platz der Begegnung.“

Schnitzspahn freut sich über das schnelle und positive Signal des Grünflächenamts der Stadt, das es möglich gemacht hat, dass aus dem Brunnen ein Sandkasten geworden ist und dass anstelle des Gestrüpps Rasen wächst.

Quelle www.echo-online.de


Antwort auf Leserbrief

Wir veröffentlichen an dieser Stelle die Antwort der „Initiative Johannesplatz“ auf den Leserbrief im Darmstädter Echo vom 21. April 2008.

Antwort auf Leserbrief


Darmstädter Echo vom 3. April 2008

Der Baum an der Südspitze soll weg

Johannesplatz: Pfarrer Schnitzspahn wünscht sich freien Blick auf die Kirche – Initiative wird zum Förderverein

Der Baum an der Südspitze des Johannesplatzes soll entfernt werden. Das wünscht sich Pfarrer Gerhard Schnitzspahn von der Johannesgemeinde. So würde die Blickbeziehung zum Kirchenportal wieder hergestellt, wenn man von der Innenstadt komme. Platz, Gemeinde und Kirche sollten mehr als nur Namensgeber fürs Viertel sein, erklärt der Pfarrer, der auch dem neu gegründeten „Förderverein Initiative Johannesplatz“ angehört.
Die im Vorjahr gegründete Initiative Johannesplatz hat sich Mitte März zum gemeinnützigen Förderverein umformiert. Ohne große Werbung seien aus den acht Gründungsmitgliedern inzwischen 20 geworden, berichtet der Vorsitzende Rudolf Erb. Zweiter Vorsitzender ist Harald Neu, Kassenwart ist Günter Schößler, Waltraud Heims kümmert sich um die Öffentlichkeitsarbeit.

„Wir wollen kein Geld für Spezialzwecke, sondern unsere Einnahmen gemeinnützig verwenden“, erklärt Erb. Beispielweise werde man die Einnahmen aus dem Ostermarkt für den Johannesplatz verwenden.

Die Pläne des Vereins gehen über den Platz hinaus. Der Stadtteil soll wieder belebt werden. „Es wäre schön, wenn sich die Menschen mehr im Viertel orientieren könnten“, findet Waltraud Heims.

„Der Ostermarkt war ein großer Erfolg. Wir wollen so etwas mehr pflegen“, kündigt Erb an. Bei dem gut besuchten Markt stellten sich Gruppen, Initiativen und Gewerbetreibende aus dem Stadtteil vor, darunter auch die Kirchenjugend, zwei Goldschmiede oder das Mehrgenerationenhaus aus der Julius-Reiber-Straße.

Die Vereinsmitglieder hoffen, dass eine Umgestaltung des Johannesplatzes Bürger zum Mitmachen motiviert. „Wir wollen nicht rumnörgeln, sondern Lösungen anbieten. Wenn die Anwohner sehen, hier tut sich was, pflanzt sich der Impuls vielleicht fort“, sagen Heims und Erb. „Es gibt ja noch mehr Ecken. Möglicherweise ergeben sich gemeinsame Aktionen mit anderen Initiativen im Stadtteil und im Martinsviertel.“ Der Verein arbeitet eng mit der Johannesgemeinde zusammen. Nachdem die Initiative ihr Konzept ausgearbeitet hatte, wurde es der Kirche – Eigentümerin des Johannesplatzes – vorgestellt. Die Initiative sieht erste Erfolge. „Wir hatten ein Gespräch mit Klaus Feuchtinger“, sagt Erb. Der Umweltdezernent habe zugesagt, Geld für die Platzpflege zur Verfügung zu stellen.

„Das soll in Zukunft eine enge Kooperation sein“, kündigt Pfarrer Schnitzspahn an. Er sieht die Vereinsgründung sehr positiv. „Ich persönlich und andere Mitglieder des Kirchenvorstands sind beigetreten.“ Schnitzspahn freut sich auch, dass die Arbeiten des Grünflächenamts schon begonnen haben. „Das ist ein schnelles Signal.“

In der Karwoche haben bereits Vorarbeiten am Johannesplatz angefangen. Mitarbeiter und Auszubildende des Gartenamts entfernen zur Zeit das Gestrüpp. Das sei aber nicht die Umgestaltung, erklärt Umwelt- und Grünflächendezernent Feuchtinger. Geplant sei ein schrittweiser Umbau des Platzes in Abstimmung mit der Evangelischen Kirche. Bis ausreichend Geld zur Verfügung steht, ist eine Zwischenlösung geplant, die aber nicht den Charakter eines Provisoriums haben soll.

Marc Wickel
3.4.2008
Quelle www.echo-online.de


Der Johannesplatz


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