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Bericht Verabschiedung
von Pfr. Rolf Gürich
Am Sonntag, 28. Mai
2006 um 9:30 Uhr wurde
Pfr. Rolf Gürich mit einem Festgottesdienst nach 28 Jahren
in den Ruhestand verabschiedet.
Pfr. Rolf Gürich war 28 Jahre Pfarrer der Johannesgemeinde. Sein
Dienst begann im Jahr 1978.
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Fotoshow Verabschiedung
mp3 Predigt Verabschiedung
Einladung
Verabschiedung |
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Verabschiedung
von Pfr. Rolf Gürich in den Ruhestand
Am 28. Mai 2006 haben wir Pfr. Rolf Gürich in einem
Festgottesdienst in den Ruhestand verabschiedet. Viele Besucher,
auch viele ehemalige Gemeindemitglieder, kamen von nah und fern, um
am Gottesdienst teilzunehmen. Mit verschiedenen Musik– und
Redebeiträgen wurde Pfr. Gürich für seinen 28jährigen Dienst in der
Johannesgemeinde gedankt.
In diesen 28 Jahren hat er maßgeblich unsere Gemeinde geprägt. Nach
einer Karriere in der Wirtschaft studierte er Religionspädagogik und
Theologie und wurde 1978 Pfarrer in der Johannesgemeinde. Bereits
während seines Vikariats hatte Pfr. Gürich die charismatische
Erneuerung kennen gelernt. So konnte er als Seelsorger diese
Erfahrungen an die Menschen weitergeben, mit denen er nun täglich zu
tun hatte.
Herr Dekan Mander verabschiedete Pfr. Gürich gegenüber der
Pfarrerschaft des Dekanates unter anderem mit den Worten: „Herrn
Pfarrer Gürich danke ich (...) für seinen Dienst in unserer Kirche,
insbesondere in der Johannesgemeinde. Er hat der Gemeinde mit der
Ausrichtung einer „Geistlichen Gemeinde-
erneuerung“ ein
charismatisches Profil gegeben. Gäbe es dieses Gemeinde-
profil in
unserem Dekanat nicht, würde etwas fehlen. (...)“
Viele
jüngere Menschen fanden durch Pfr. Gürich einen Zugang zum Glauben
und auch zur Gemeinde. 1986 begründete Pfr. Gürich die
Lobpreisgottesdienste in der Johanneskirche, die seitdem alle 14
Tage sonntags abends stattfinden. Zur Unterstützung der
missionarischen Arbeit in der Johannesgemeinde wurde ein Verein ins
Leben gerufen. Auch eine umfangreiche Hauskreisarbeit ist mit den
Jahren entstanden.
Durch seinen früheren Beruf in einer Bank brachte Pfr. Gürich gute
Voraussetzungen zur Führung der Finanzen der Gemeinde mit. So rief
er beispielsweise eine Spendenaktion ins Leben, mit deren Hilfe die
schwierige Finanzlage der Gemeinde abgemildert werden konnte.
Wir danken Pfr. Gürich für sein Engagement und wünschen ihm einen
ausgefüllten Ruhestand. Zugleich freuen wir uns, dass er und seine
Frau Christel uns als Gemeindeglieder erhalten bleiben. |
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Darmstädter
Echo vom 4. Mai 2006
Langstreckenläufer
für den Glauben
Kirche: Rolf Gürich, Pfarrer der Evangelischen Johannesgemeinde,
geht nach 28 Jahren in Ruhestand
Großes Bild
„Die letzte Kurve ist genommen“, beschreibt Rolf Gürich die noch
verbleibende Zeit vor seiner Pensionierung. Der Pfarrer, der 28 Jahre
lang in der Evangelischen Johannes-
gemeinde gewirkt hat, wird am 28.
Mai in den Ruhestand verabschiedet, einen Tag nach seinem
fünfundsechzigsten Geburtstag. Seine Zeit in der Innenstadtgemeinde
vergleicht er mit einem Langstreckenlauf, bei dem er sich jetzt auf
den letzten Metern der Zielgerade befindet.
Dankbar und zufrieden blickt der 1941 in Salzburg geborene Sohn eines
Ingenieurs auf seine Zeit als Pfarrer zurück. 1978 trat er in der
Johannes-
gemeinde seine erste Pfarrstelle an. Sein Vikariat hatte er
zuvor in der Stadtkirchengemeinde absolviert. Vor seinem
Theologiestudium arbeitete Gürich zwölf Jahre lang bei einer Bank in
Mannheim, wo er auch seine Ehefrau Christel kennen lernte. Bei seiner
Tätigkeit als Wertpapierberater musste er sich viele Geschichten
anhören. „Die Nöte der Leute haben immer mehr nach mir gegriffen“,
erzählt Gürich, „und diese Erfahrung führte zu der Weichenstellung,
Seelsorger zu werden.“
So studierte er zunächst Religionspädagogik in Darmstadt, dann
Theologie in Heidelberg. Als Siebenunddreißigjähriger begann Gürich
mit zwei Kollegen seinen Dienst in der Johannesgemeinde.
Die Schwerpunkte der Gemeinde lagen damals bei den beiden Kindergärten
und der Kirchenmusik. Gürich brachte seine Erfahrungen mit der
charismatischen Erneuerung in die Gemeindearbeit mit ein, die er im
Vikariat gemacht hatte.
Sein größter Wunsch und der seiner Frau war es, „mit den Menschen in
der Gemeinde Glauben zu leben“, so Gürich, „und das ist uns bis heute
geschenkt worden.“ Rolf Gürich versuchte mit Mut und Augenmaß, auch
für die Landeskirche neue Wege zu gehen. „Ich bin im Grunde ein
Pioniertyp“, beschreibt er sich selbst.
Dieser Weg war spannend und oft schwierig.
Vor 20 Jahren rief er einen
vierzehntäglichen Lobpreisgottesdienst am Sonntagabend ins Leben. Hier
sollten besonders junge Menschen ihren Glauben auch in neuen
Ausdrucksformen leben können. Charismatische Elemente, die die
Betonung auf das Wirken des Heiligen Geistes legen, kamen hier in
Liedern und Gebeten zur Geltung.
Dass er 28 Jahre lang in der Johannesgemeinde geblieben ist, sieht
Pfarrer Gürich als Berufung an. Die Spur, die er in dieser langen Zeit
gezogen hat, sei vor allem die, dass „viele Leute, die von außen
kamen, zum Glauben und zur Gemeinde gefunden haben.“ In Spitzenzeiten
gab es 14 Hauskreise in der Johannesgemeinde.
Froh ist er auch über die Sanierung der Kirche und die Renovierung des
Gemeindehauses in den vergangenen Jahren: „Damit durfte ich dazu
beitragen, dass die Gemeinde Zukunft hat.“ Sein Motto dabei war stets:
„Den Glauben lebendig und die Finanzen in Ordnung halten.“
Befragt nach seinem schönsten Erlebnis gibt der Theologe das „große
Engagement der Gemeinde bei den Kirchentagen“ an. Gemeinsam mit dem
Amt für Mission und Gemeindeaufbau der Landeskirche hob Gürich die
Segnungskapelle aus der Taufe, die er bei vier Kirchentagen mit einem
großen Mitarbeiterteam leitete.
Froh ist er, dass die Gemeinde eine „betende Gemeinde“ geworden sei.
Seit Jahren treffen sich Glieder der Gemeinde am Freitagmorgen um
sechs Uhr, um für Gemeinde und Mission zu beten. Denn in all den
Jahren hat sich in der Johannesgemeinde auch eine große Missionsarbeit
entwickelt. Diese begann mit der Finanzierung einer Bibelschule auf
den Philippinen durch Spenden von Gemeindegliedern. Dann sandte die
Gemeinde ein Ehepaar als Missionare nach Peru aus, später weitere
Missionare nach Peru, Bolivien und Südafrika.
Heute hat die Gemeinde auch Kontakt zu einem Missionswerk von
messianischen Juden in Israel. In Ushgorod, der ukrainischen
Partnerstadt Darmstadts, finanziert die Johannesgemeinde seit zehn
Jahren eine Suppenküche.
Was er als Pfarrer am liebsten gemacht hat? „Ich war immer gern
Seelsorger und habe immer gern Gottesdienst gehalten.“ Seit zwei
Monaten gibt es ein neues Gottesdienstmodell (mehr dazu auf dieser
Seite). „Da tut es mir richtig leid, dass ich nun in Pension gehe“,
schwärmt Gürich.
Doch ab Juni legt er die Leitung der Gemeinde in die Hände eines
anderen. Zwei Bewerber gibt es für die Pfarrstelle. Dann wird er
gemeinsam mit seiner Frau erst einmal Urlaub in Israel machen.
Das Ehepaar will in Darmstadt wohnen bleiben, in der Nähe seiner
Kinder und Enkel. Gürich freut sich darauf, sich in Zukunft intensiv
mit der Geschichte seiner Familie beschäftigen zu können, die ihre
Wurzeln in Oberhessen und Schlesien hat.
Rebekka Keller,
4.5.2006,
Quelle
Echo-Online |
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Abschiedswort von
Pfr. Hans-Georg Nußbächer
Demnächst geht, das wißt ihr
schon,
Pfarrer Gürich in Pension;
die Verwaltung will das so.
Sicher sind die Gürichs froh,
weil, von mancher Pflicht befreit,
blüht nun reichhaltig die Zeit
für privates Sein und Tun.
-
Durch das Amt muß manches ruhn;
die Gemeinde heischt Bewegung,
so verkümmert manche Regung,
die dem Mensch am Herzen liegt,
die jetzt wieder 'Flügel' kriegt.
-
Doch seid Euch darüber klar:
Wer einmal im Pfarramt war,
dem wird das lang nachgetragen.
Leute kommen oft und fragen,
ob nicht einmal, ausnahmsweise,
unauffällig und ganz leise
dies und jenes könnt' geschehn?
"Ach, Herr Pfarrer, wär das schön,
wenn Sie noch, wie einst gewesen,
uns die Tageslosung lesen,
ein paar Worte zu uns sagen,
kennen Sie doch unsre Fragen!
Segnen Sie uns schließlich dann
für die weitre Lebensbahn!"
-
Die Verwaltung regelt Zeiten,
doch das Leben hat auch Weiten,
die sich so nicht ordnen lassen!
Sie kann nur der Geist erfassen:
Er beurteilt, hat es Sinn,
liegt ein wirklicher Gewinn
in der Bitte? - Oder nur
Eitelkeit, - gewohnte Spur?
Ob man 'ja' sagt, oder 'nein',
muß des Geistes Sache sein!
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Für Pfarrer Rolf Gürich zum 28.
Mai 2006
von Pfr. Hans-Georg Nußbächer i. R.
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Darmstädter Echo vom 23. Februar 2006Johannesgemeinde sucht neue
Pfarrer
Kirche: Rolf Gürich geht im Sommer in Ruhestand – Zwei Stellen
zu besetzen
Die evangelische Johannesgemeinde sucht zwei neue Pfarrer. Die
entsprechenden
Stellenausschreibungen sollen am 1. März im Amtsblatt der
Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau erscheinen. Auf der
Internetseite der Gemeinde sind sie bereits jetzt einzusehen.
Nach fast 30 Jahren gehe Pfarrer Rolf Gürich am 1. Juni mit Erreichen
der Altersgrenze in Ruhestand, erklärte gestern der Vorsitzende des
Kirchenvorstands, Sven Hardegen. Eine Ausschreibung für seine Stelle
sei bereits zum Jahresende 2005 erschienen; bislang habe sich aber
niemand darauf gemeldet. Nun habe auch die für den Nordteil der
Gemeinde zuständige Pfarrerin Stefanie Stenzel Darmstadt verlassen:
Sie habe am 1. Februar eine Stelle als Schulpfarrerin in Langen
angetreten. Stenzel besetzte in der Johannesgemeinde eine halbe
Stelle; sie war in rund vier Jahren in der Gemeinde von der
Pfarrvikarin zur Pfarrerin aufgerückt. Für den Wechsel der zweifachen
Mutter habe man Verständnis, sagte Hardegen.
„Wir sind gespannt auf die Reaktionen“, sagte Hardegen über die
Stellenausschreibung. Möglicherweise seien die anderthalb Stellen
attraktiv für ein Pfarrer-Ehepaar. Man müsse aber wohl damit rechnen,
dass die Stellen „einige Wochen oder Monate“ vakant blieben. In dieser
Zeit werde es Vertretungsregelungen mit anderen Darmstädter Gemeinden
geben.
Die Neubesetzung der Pfarrerstellen wird ein Thema der
Gemeindeversammlung der Johannesgemeinde am 8. März sein. Sie beginnt
um 19.30 Uhr im Gemeindehaus. Auf dem Programm stehen außerdem die
Finanzsituation und die Neugestaltung des Morgengottesdienstes.
Quelle
Echo-online
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