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Gemeindebrief Berichte | Aktuelles | Wochenplan

Gemeindebrief März - August 2008


Lieber Leserinnen und Leser!

Manchmal stellen mir Menschen wütende, aufgebrachte Fragen: “Herr Schnitzspahn, Sie sind doch Pfarrer, Sie glauben doch an Gott, jetzt mal ehrlich - Wenn es diesen Gott gibt, warum greift der denn nicht ein, bei all dem Elend, warum tut der nichts, wenn Kinder verhungern, wenn es Krieg gibt? Wie kann Gott das zulassen? Wie kann einer allen Ernstes noch glauben, bei all dem Leid in der Welt?
Das Evangelium von Jesus Christus und die Osterbotschaft von seiner Kreuzigung und Auferstehung, verdrängen die Frage nach dem Leiden nicht. Sie erklären sie vielmehr, helfen es zu ertragen und eröffnen eine neue Perspektive über das Leid hinaus. Es gibt eine Geschichte, die diesen Fragen nachgeht:

Am Ende der Zeiten versammeln sich alle Menschen auf einer weiten Ebene vor Gottes Angesicht und seinem Richterstuhl. Einige Gruppen in den vorderen Reihen sind in eine erhitzte Diskussion verwickelt - nicht in ängstlicher und kriecherischer Furcht, sondern in kriegerischer Aggression. "Wie kann Gott es wagen über uns zu richten? Was weiß der schon vom Leiden?", keift eine kleine Brünette. Sie schiebt ihren Ärmel zurück und auf ihrem Arm wird eine eintäto-wierte Nummer aus einem Nazi-KZ sichtbar. "Wir mussten Terror, Schläge, Qualen und Tod erdulden!" In einer anderen Gruppe schiebt ein schwarzer Mann seinen Kragen herunter: "Was haltet ihr davon?", fragt er, als eine hässliche Narbe an seinem Hals sichtbar wird. "Wir wurden gelyncht, aus keinem anderen Grunde als dem, dass wir Schwarze sind! Wir sind in Sklavenschiffen erstickt, von unseren Familien getrennt und gequält worden auf den Plantagen der Weißen, bis wir durch den Tod befreit wurden!"
Über die ganze Ebene hinweg gibt es tausende Gruppen. Jeder hat eine Klage vorzubringen gegen diesen Gott, der am Leid nichts ändert, der dieses Unrecht und das Leiden in der Welt zulässt. Wie glücklich er sich doch schätzen kann, in einem Himmel zu wohnen, in dem es nur eitel Sonnenschein gibt und die Engel jubilieren; wo es keine Tränen, keine Angst, keinen Hunger und keinen Hass gibt. Was weiß Gott denn überhaupt von dem, was ein Mensch auf Erden alles erleiden muss? "Gott hat jedenfalls ein recht behütetes und abgeschirmtes Leben geführt", stellt man einmütig fest. Deshalb erwählt sich nun jede Gruppe einen Sprecher, der aus denen gewählt wird, die am meisten gelitten hatten: einen Juden, einen Schwarzen, einen Unberührbaren aus Indien, ein unehe-liches Kind, einen Asylanten, einen Menschen aus Hiroshima und einen Strafgefangenen aus einem Gulag in Sibirien. In der Mitte der großen Ebene treffen sie sich zu einer Konferenz. Schließlich bringen sie ihren Beschluss vor. Es ist ganz einfach. Bevor sich Gott qualifiziert haben würde, ihr Richter zu sein, müsste er zuerst das erdulden, was sie erlitten haben. Ihr Beschluss lautet: "Gott wird verurteilt, auf der Erde zu leben - und zwar als Mensch!" Aber weil er Gott ist, werden einige Sicherheitsmaßnahmen getroffen, um sicher zu gehen, dass er nicht seine göttlichen Kräfte benutzt, um sich zu helfen:
Er soll als Jude geboren werden. Die Legitimität seiner Geburt soll angezweifelt werden, damit keiner wissen kann, wer wirklich sein Vater ist. Er soll solch einen gerechten, aber gleichzeitig auch radikalen Kurs verfolgen, dass er den Hass, die Verdammung und die Versuche der Liquidierung jeder großen, traditionellen und etablierten religiösen Macht gegen sich aufbringt. Er soll versuchen, das zu beschreiben, was kein Mensch zuvor gesehen, geschmeckt, gehört oder gerochen hat.
Er soll Gott, also sich selbst, den Menschen verständlich machen. Er soll von seinen Freunden verraten werden, er soll aufgrund von falschen Tatbeständen angezeigt, von Geschworenen, die Vorurteile haben, verhört und von einem feigen Richter verurteilt werden. Er soll erleben, was es bedeutet, total allein und von aller Kreatur verlassen zu sein. Er soll gequält werden und sterben! Er soll den demütigendsten Tod erleiden - mit gemeinen Verbrechern zusammen.
Während nun jeder der Sprecher der einzelnen Gruppen seinen Teil der Abmachung vorträgt, erhebt sich ein zustimmendes Gemurmel aus der großen Menschenmenge. Und als nun das Urteil über Gott gesprochen werden soll, da wird es plötzlich totenstill. Kein Mensch sagt etwas. Keiner rührt sich von der Stelle. Und plötzlich wissen sie es alle: Gott hat sein Urteil schon längst verbüßt!

Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit alle, die an Ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben! (Joh 3,16)

Liebe Leserinnen und Leser, ich glaube, dass Gott weiß, was es heißt, als Mensch zu leben und zu leiden. Und deshalb ist er uns in jeder Situation ganz nahe.
Ihnen allen ein gesegnetes Osterfest,
Ihr Pfarrer Dr. Gerhard Schnitzspahn


Elternzeit von Frau Pfarrvikarin Katrin Berck

Freudige Nachrichten aus dem Pfarramt Nord: Frau Berck erwartet Zwillinge und wird ab März in Mutterschutz gehen. Die Vertretung hat zunächst Pfr. Dr. Gerhard Schnitzspahn. Ab Beginn der Elternzeit von Frau Berck wird Pfr. Dr. Thomas Kluck das Pfarramt Nord in Vertretung betreuen. Frau Berck plant, nach einer Elternzeit von einem Jahr wieder ins Amt zurückzukehren. Wir danken Katrin Berck für ihren Dienst, freuen uns mit der “neuen Familie” und wünschen ihnen ein Jahr mit schönen Erfahrungen.

Verabschiedung von Jenny Schultheiss

Nachdem Jenny Schultheiss seit 1. Januar 2003 im Gemeindebüro die Elternzeit-vertretung von Astrid Bauer innehatte, verabschiedet sie sich nun zum 30. Juni 2008 aus der Johannes-gemeinde. Ab August wird Frau Bauer ins Gemeindebüro zurückkehren.
Frau Schultheiss will sich einen langgehegten Traum erfüllen und zusammen mit ihrem Mann für ein Jahr um die Welt reisen. Den Auftakt bilden drei Monate als Missionshelfer bei „Jugend mit einer Mission“ in Afrika.
Wir danken Frau Schultheiss für ihren treuen und engagierten Dienst in unserem Büro und wünschen ihr und ihrem Mann alles Gute und Gottes Segen für die Reise. Und vor allem - ganz eigennützig - dass sie wohlbehalten mit vielen Eindrücken und Erlebnissen zurückkommen.

Finanzierung der Arbeitsstelle von Regina Reh

Frau Regina Reh ist seit 2001 in der Johannesgemeinde mit einer halben Stelle als Gemeindepädagogin tätig und betreut den Bereich Altenarbeit und Soziales. Um die Stelle von Frau Reh sichern zu können - sie wird aus Eigenmitteln der Gemeinde finanziert -, benötigen wir immer wieder Ihre Spenden und bitten Sie herzlich um Ihre weitere Unterstützung.
Für Ihre Überweisung steht Ihnen der beiliegende Überweisungsvordruck zur Ver-fügung. Für Daueraufträge nutzen Sie bitte unten angegebene Kontoverbindung:

Spendenkonto
Ev. Johannesgemeinde Darmstadt
Sparkasse Darmstadt BLZ 508 501 50
Kontonummer 1800 2833
Betreff: Förderkreis Altenarbeit


Der Königssohn

Ein König reiste mit seiner Königin und seinem Sohn und viel Gefolge durch einen dunklen Wald. Plötzlich wurden sie von Räubern überfallen. In letzter Not konnte das Königspaar fliehen, aber ihren kleinen Sohn konnten sie nicht mehr retten. Schweren Herzens mussten sie ihn in der Kutsche zurück lassen.

Der Junge wurde von den Räubern gefunden und aufgenommen. Der König und die Königin hofften, dass vielleicht einer der Bediensteten ihren Sohn gerettet hätte. Aber als sie wieder in ihrem Schloss waren, mussten sie erkennen, dass keiner an ihren Sohn gedacht hatte. Sie schickten sofort einen Suchtrupp aus, um den Sohn zu suchen. Man konnte ihn an einem besonderen Muttermal erkennen. Aber die Suche war vergeblich.
Also wuchs der Junge bei den Räubern auf. Er tat, was Räuber tun. Er stahl und raubte, er schimpfte und fluchte und lernte zu lügen, bevor er lesen und schreiben konnte.
Jeden Tag sandte der König Suchtrupps in alle Himmelsrichtungen aus, um den Sohn zu suchen. Aber sie fanden ihn nicht.
Eines Tages wurde der Junge, der inzwischen ein junger Mann geworden, verhaftet, weil er als Dieb gesucht wurde. Als man ihn hängen wollte, sah einer der Männer, der in einem Suchtrupp des Königs war, das Muttermal an dem Verurteilten.
Sofort wurde der König informiert. Der König ließ ihn augenblicklich befreien und nahm ihn auf in sein Schloss. Es gab keinen Zweifel: Der junge Mann war der Sohn des Königs. Jener konnte es überhaupt nicht glauben, dass er der Königssohn sein sollte. Denn er war ja wie ein Räuber aufgewachsen.
Aber von Tag zu Tag lernte er immer ein bisschen mehr, als Königssohn zu leben. Er musste alles ablegen, was er von den Räubern gelernt hatte. Er war ein Räuber gewesen. Nun aber war er ein Königssohn geworden.

Auch wir sind als Sünder aufgewachsen und lernen jetzt, was es bedeutet, ein Königskind Gottes zu sein. Vieles muss heilen und manches muss sterben, damit die „neue Kreatur“ wachsen kann (2. Kor 5,17).

(erzählt von Maria Prean)
Wenn sie ein Gespräch oder ein Gebet wünschen, sprechen Sie uns an oder schreiben sie an: gebetsanliegen@johannesgemeinde.com


Freud und Leid

Wir gratulieren

Mai
11.05. Wilhelmine Besl, 85 Jahre
18.05. Anna Tomola, 80 Jahre
21.05. Erich Möser, 85 Jahre
22.05. Heinz Eisert, 80 Jahre
25.05. Anna Treichel, 85 Jahre

Juni
07.06. Margot Keil, 85 Jahre
26.06 Leonore Müller, 80 Jahre
28.06 Friedrich Dieter, 90 Jahre
30.06. Mathilde Möller, 95 Jahre

Juli
02.07. Katharina Scheerer, 80 Jahre
22.07. Maria Ockenfeld, 85 Jahre

August
02.08. Maria Sattler, 90 Jahre
06.08. Rosemarie Kuchinke, 90 Jahre
09.08. Heinrich Crößmann, 80 Jahre
13.08. Anneliese Appel, 85 Jahre

Getauft wurde

17.02. Lucas Lenhart

Bestattet wurden

Elisabethe Oplustil, geb. Stuckert, 80 Jahre
Gerda Fischer, geb. Härtel, 89 Jahre
Hans Joachim Schubert, 62 Jahre
Karl-Dieter Jung, 65 Jahre
Marie Scheuermann, geb. Quick, 91 Jahre
Else Hajdu , geb. Schneider, 87 Jahre
Hilda Dippel, geb. Matheis, 74 Jahre

Wenn Sie innerhalb der nächsten sechs Monate einen runden Geburtstag ab 80 Jahren haben und NICHT auf dieser Seite genannt werden möchten, lassen Sie es uns bitte unter Tel. 21753 wissen.


Konfirmation vor 50 Jahren

Im Jahr 1958 wurden in der Johanneskirche 156 Konfirmandinnen und Konfirmanden eingesegnet: 26 Buben und 23 Mädchen des Bezirks Mitte durch Pfarrer Hans-Werner Jaeschke am Sonntag “Laetare”, dem 16. März; 18 Buben und 31 Mädchen des Südbezirks durch Pfarrer Wolfgang Hefter am Sonntag “Judica”, dem 23. März; 32 Buben und 26 Mädchen des Nordbezirks durch Pfarrer Hans Orth am Sonntag “Palmarum”, dem 30. März.

Goldene Konfirmation im Jahr 2008

Nach 50 Jahren bitten wir jetzt die damals Konfirmierten zum Wiedersehens-treffen: wie es schon seit langem bei uns Tradition ist, werden wir am Himmelfahrtstag Goldene Konfirmation feiern! Für den 1. Mai laden wir sehr herzlich ein - nicht nur diejenigen, die 1958 in der Johannesgemeinde konfirmiert worden sind, sondern auch solche, die aus unterschiedlichen Gründen nicht in ihrer Heimatgemeinde feiern können. Herr Pfr. Gerhard Hechler, einer der von Pfarrer Hefter 1958 Konfirmierten, ist Pfarrer geworden - er wird den Jubiläums-gottesdienst leiten. Wie die “richtige” Konfirmation, so soll die “Goldene” ein Familienfest sein: unsere Einladung gilt also durchaus auch Partnern, Kindern und anderen Angehörigen.
Um 10.30 Uhr versammeln wir uns vor der Kirche, ziehen dann gemeinsam ein und feiern mit der Gemeinde den Gottesdienst. Nachmittags wollen wir uns ab 15.00 Uhr im Gemeindehaus bei Kaffee und Kuchen zusammenfinden und uns an die gemeinsam erlebte Zeit erinnern.


“Traumprojekt” der Kita Wittenberg-Haus

Ende vergangenen Jahres wurde das „Traumprojekt “ gegründet mit dem Ziel, die Außenanlage neu zu gestalten. Vor allem die Wünsche der Kinder sollen den Traum zur Realität machen. Heute können wir uns schon über die ersten Erfolge freuen.
Nach dem Spendenaufruf kurz vor Weihnachten sind viele große und kleine Geldbeträge eingegangen. Darüber freuen sich die Kinder, die Mitarbeiter und die engagierten Eltern der Einrichtung sehr.
Zu Beginn des Jahres traf sich die Projektgruppe der Eltern erneut und konnte nach Durchsicht aller wichtigen Planungsunterlagen beschließen, mit dem ersten Abschnitt der Umsetzung zu beginnen.
Im Februar wurde ein Weidentunnel entlang der tristen Häuserwand im rechten Teil des Gartens gepflanzt. Außerdem soll die Sandfläche mit verschiedenen Natursteinen eingefasst werden und die „heiß ersehnte“ Vogelnestschaukel kann vielleicht auch schon bald aufgestellt werden. Es ist unser Traum, mit diesen Arbeiten bis zu unserer Jubiläumsfeier am 30. Mai 2008 fertig zu sein.
Der Kindergarten wird in diesem Frühjahr 50 Jahre!
Bis dahin gibt es aber noch viel zu tun und wir sind auf tatkräftige Hilfe angewiesen. Dankbar sind wir auch über jede weitere Geldspende.

Spendenkonto
Kindertagesstätte Wittenberg-Haus
Sparkasse Darmstadt BLZ 50850150
Kontonummer 589 748
Betreff: „Traumprojekt“

Wenn Sie eine Spendenbescheinigung wünschen, geben Sie im Betreff bitte auch Ihre Anschrift an.


 

Gemeindebrief Dezember 2007 - Februar 2008

 

 

Herzlich willkommen!

10:30 Uhr Gottesdienst
19:30 Uhr Lobpreisgottesdienst
(14täglich)
jeweils sonntags in der Johanneskirche Liebigstrasse
Wegbeschreibung PDF
Wegbeschreibung Johanneskirche

Ev. Johannesgemeinde Darmstadt
Kahlertstr. 26, 64293 Darmstadt
Mo - Fr 9:00 - 12:00 Uhr
Telefon (06151) 2 17 53
Fax (06151) 136 18 31
Wegbeschreibung Gemeindehaus
Email Kontakte


 
 
 
 
 
   

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